Pflanzliches Anti-Infektivum hilft bei grippalen Infekten

Wenn Infektviren den menschlichen Organismus befallen, sind die Erkrankten für Tage, wenn nicht sogar für Wochen in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt. Neben der eigentlichen Abwehrarbeit des Organismus, häufig begleitet durch Fieber und Erschöpfung, machen uns vor allem Entzündungen das Leben schwer. Hals und Rachen sind genauso betroffen wie die Nasenschleimhaut. Als Folge erhöht sich die Schleimproduktion und belastet vielfach auch die Bronchien. All das sind Symptome unserer Gegenwehr gegen die viralen Eindringlinge. Eine geeignete Infektmedizin sollte also möglichst an beiden Seiten angreifen: Einerseits antientzündlich wirken und andererseits möglichst die viralen Erreger selbst ausschalten. Und eben diese beiden Eigenschaften konnte eine Forschergruppe der Universität Münster in einer neuen wissenschaftlichen Untersuchung für den indianischen Wasserdost nachweisen.

Die Natur ist ungerecht: Manche Menschen haben ein extrem starkes Immunsystem und bleiben von grippalen Infekten fast völlig verschont, manche werden pro Jahr drei Mal oder gar noch öfter davon heimgesucht. Anfällig wird unsere körpereigene Immunabwehr beispielsweise durch übermäßigen Streß, durch Schlafmangel, vitaminarme Ernährung oder allgemeine Erschöpfung. Dann haben vor allem Infektviren leichtes Spiel. Und das, obwohl unser Immunsystem ein im Regelfall gut eingespieltes Team unterschiedlichster, hochspezialisierter Zellen ist. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei den Phagozyten zu, den sogenannten “Freßzellen”. Sie sind so etwas wie das Killerkommando des Immunsystems. Wurden eingedrungene Erreger identifiziert, werden Phagozyten zu der infizierten Körperregion entsandt und räumen unter den Eindringlingen auf. Viren aber sind geniale Angreifer, die sämtliche Tricks der Verschleierung und Täuschung beherrschen. Gelingt es einem Virus erst einmal, sich an der Abwehr vorbeizuschleichen und sich einzunisten, wird die befallene Zelle zur Viren-Vermehrung umprogrammiert. Dann beginnt oft eine wochenlange Abwehrschlacht, die wir als Krankheit, als grippalen Infekt erleben.

Virostatika bei grippalen Infekten keine Lösung
Viren lassen sich auch heute noch kaum direkt bekämpfen. Zwar hat die moderne Medizin gewisse Fortschritte gemacht und konnte vor allem nach dem massenhaften Auftreten neuer Grippeformen Medikamente entwickeln, die eine Virenvermehrung behindern oder ganz unterbinden. Allerdings warnen Experten davor, diese “schweren Geschütze” wahllos bei eigentlich nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen wie einem grippalen Infekt einzusetzen. Zu tief sitzt die Angst vor Resistenzen. Eindrucksvoll mahnt z. B. das Auftreten resistenter Bakterien, die sich nach oft vorschnellem und zu sorglosem Gebrauch von Antibiotika entwickelt haben. Nein, chemisch-synthetische Virenhemmer, sogenannte “Virostatika” taugen nicht zur Bekämpfung eines grippalen Infektes. Trotzdem sind wir den Umtrieben grippaler Infektionen nicht hilflos ausgeliefert. Denn die Natur kennt durchaus natürliche Virenjäger.

Die Medizin der Indianer – jetzt wissenschaftlich überprüft
Bereits die ersten europäischen Siedler auf dem Territorium nordamerikanischer Indianer bemerkten, wie erfolgreich sich die Ureinwohner mit Hilfe einer in Nordamerika beheimateten Arzneipflanze gesund halten konnten. “Eupatorium perfoliatum”, bald schon als “Indianischer Wasserdost” bezeichnet, wächst in feuchten und sumpfigen Gebieten bis zu drei Meter hoch und zeigt im Juli eine zartrosa Blüte. Die Wirkstoffe aus seinen Blättern verwendete die Erfahrungsmedizin von Naturvölkern wie Delaware, Seminolen und Cherokee zur Bekämpfung von Infekten. Schnell verbreitete sich das Wissen um diese Heilpflanze bis nach Europa, wo Wasserdost inzwischen als pflanzliches Anti-Infektivum einen festen Platz in der Naturheilkunde einnimmt. Doch hält die Erfahrungsmedizin auch modernen Untersuchungsmethoden stand? Diese Frage kann uneingeschränkt mit Ja beantwortet werden, liegen doch seit kurzem hierfür klare wissenschaftliche Beweise vor. Besonders intensiv mit der Wirkung von Wasserdost beschäftigte sich in den letzten Jahren eine Forschungsgruppe um Professor Andreas Hensel an der Universität Münster. Deren neue Ergebnisse lassen aufhorchen, schreiben die Experten dem Wasserdost-Wirkstoff Eupafolin doch eine deutlich anti-entzündliche Wirkung zu. Damit nicht genug: In einer aktuellen Studie konnten die Forscher für eine weitere in Wasserdost enthaltene Wirkstoffgruppe – für die Polyphenole – sogar eine Wirkung gegen echte Grippeviren nachweisen. Polyphenole verhindern offenbar das Eindringen von Viren in die Körperzellen und somit die Virenvermehrung selbst bei gegen andere Therapien besonders resistenten Erregerstämmen.

Symptome des grippalen Infekts lindern
Diese direkt antivirale Wirkung ist von großer Bedeutung. Niedergelassene Ärzte aber betonen auch den Nutzen anti-entzündlicher Effekte bei einer Therapie grippaler Infekte. Warum? Die Antwort findet sich täglich in den Praxen jedes Allgemeinmediziners: Wer sich infiziert hat, leidet vor allem unter den typischen entzündlichen Symptomen. Die Schleimhäute von Nase, Hals und Rachen schwellen an und produzieren vermehrt Schleim. Schleim, der sich in Bronchien und Lunge ablagert und so eine Bronchitis auslösen kann. Durch die Schwellungen können das Mittelohr sowie die großen Nebenhöhlen von Nase und Stirn nicht mehr ausreichend belüftet werden, eine Sinusitis kann die Folge sein. Obwohl von Viren ausgelöst, sind diese Begleitsymptome vor allem aus einem Grunde gefährlich: Sie bieten Bakterien ein ideales Umfeld zur Vermehrung. Ärzte sprechen dann von einer “bakteriellen Superinfektion”. Eines der wichtigsten Therapieziele ist also: Zurückdrängen oder Verhindern der folgenschweren Entzündungen. Gerade hier bewähren sich die Wirkstoffe des nordamerikanischen Wasserdosts, wie die Studien der Universität Münster deutlich belegen. Sie konnten entzündungshemmende und ausgeprägt virenabtötende Eigenschaften nachweisen. Zusätzlich wirkt Wasserdost stark immunstimulierend. Das Immunsystem ist dann schon für den Ansturm der Viren bestens vorbereitet. Ideal, so Experten, wäre die Einnahme der Naturarznei bereits vorbeugend, also wenn zum Beispiel eine Erkältungs- oder Grippewelle angekündigt wird. Denn rechtzeitig angewandt, kann eine Contramutan-Therapie Infekte bereits im Keim ersticken. Aber selbst nach einer erfolgten Infektion verhindert die Erkältungsmedizin auf Basis von Wasserdost eine massenhafte Vermehrung eingedrungener Viren effektiv. Durch den natürlichen Virenjäger läßt sich die Infektzeit vielfach um die Hälfte reduzieren und das Wohlbefinden wesentlich schneller wieder herstellen.
Weitere Infos unter www.erkaeltung-online.com