Neue Zeckenart verfolgt ihre Opfer aktiv

Experten warnen: Nicht nur steigt die Aktivität einheimscher Zeckenarten dramatisch an, es wandern auch neue Arten zu, die eigentlich in Afrika, Asien und Südeuropa Zuhause sind. Zum Beispiel Hyalomma marginatum.

„Das Besondere an Hyalomma ist ihr Jagdverhalten“, so Zeckenexpertin Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. „Anders als unsere heimischen Zecken wie der gemeine Holzbock klettert sie nicht an Gräsern oder Sträuchern hoch und lässt sich von Wildtieren oder Wanderern abstreifen. Hyalomma jagt ihre Beute aktiv, erkennt Warmblüter auf Distanzen von bis zu 10 Metern und kann sie über mehrere 100 Meter verfolgen.“

Eine weitere Besonderheit, so Prof. Dr. Ute Mackenstedt, seien die Krankheiten, welche Hyalomma überträgt und die sich ebenfalls von unseren heimischen Arten unterscheiden. „In ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet ist Hyalomma dafür bekannt, den Erreger des sogenannten Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers (Rickettsien) zu übertragen. Auf diese Erreger haben wir die eingesendeten Zecken untersucht.“