Blaumeisensterben

Auch in Zeiten, in welchen sich die Menschen hauptsächlich um sich und um einander sorgen, gibt es Nachrichten, die eine Meldung wert sind. Wir erhielten heute, 13.04.2020, von den „Nahe-der-Natur“ Aktivisten folgende beunruhigende Nachricht:

Mysteröses Blaumeisen-Sterben!

Seit März zunächst unauffällig, dann auffällig hat bei uns im Nahe der Natur-Gelände und Umgebung ein Blaumeisensterben um sich gegriffen, offenbar eine meisenspezifische (virale?) Infektionskrankheit. Betroffen sind NUR Blaumeisen! Allein wir hier haben 11 Blaumeisen in den letzten 4 Tagen verloren - und das ist wohl nur die Spitze des Eisberges.

Selbstverständlich forschen und tun wir hier alles, was wir können, sind in Kontakt mit Tierarzt, versuchen Blaumeisen zu retten (bisher erfolglos), tote Tiere an Labore zu senden (Befunde stehen noch aus).

Seit gestern wissen wir über den NABU, dass dieses Phänomen nicht nur lokal besteht, sondern überregional zu beobachten ist. Daraus ergeben sich auch neue Schlüsse und wir hier im Naturparadies Staudernheim sind nicht allein und sicher schuldlos - und ratlos. Deshalb geht auch seit gestern (9. April) der NABU deutschlandweit an die Presse; es werden in den nächsten Tagen wohl viele (gleichlautende) Berichte dazu in den Medien erscheinen. Wir haben es also mit einer Entwicklung unbekannten Ausmaßes zu tun, die in vielen Regionen Deutschlands auftritt. 

Zwar gibt es in der Natur immer wieder mal solche Entwicklungen quasi als "Normalfall" einer Eigenregulierung (auch das ist möglich!), aber es kann auch sein, dass aus dem Allerweltswvogel Blaumeise bald eine seltene Art wird mit weitreichenden Folgen? Wir tappen absolut im Dunkeln. Und wir brauchen Licht, um das wissenschaftlich einordnen und dann ggf. praktisch helfen zu können!

Daher möchten wir hier die Info und Link des NABU weitergeben, der sich mit unseren Kenntnissen deckt - Bitte um dringende Beachtung, gerne Weiterleitung und damit verbunden ein Aufruf zur Beobachtung ÜBERALL und ggf. dann Meldung an den NABU (Bundeszentrale):

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/meisensterben.html


Für Menschen in der Region Naheland bieten auch wir uns als Kontakt an und werden alle hilfreichen Beobachtungen natürlich dann auch den den NABU weiterleiten, der derzeit versucht, deutschlandweit das zu bündeln und mit Instituten die Hintergründe zu erforschen. Und das ist gut!


Vorsorglich rufen wir alle Gärtner dazu auf, auf Pflanzenschutzmittel (auch Schneckenkorn) zu verzichten, weil wir nicht ausschließen können, dass sich da was anreichert oder versehentlich Mittel verwendet werden oder Umwandlungsprodukte entstanden sind, deren Wirkung dubios ist (und wenn das nicht zutrifft, wäre es trotzdem für die Natur vorsorgend sinnvoll). 

Copyright: Maximilian Dorsch

Auch unsere Bitte an alle, die einen eigenen Garten haben oder jetzt viel in der Natur unterwegs sind: Bitte schauen Sie, ob Sie Ähnliches beobachten und teilen Sie das dann möglichst direkt unter dem genannten Link mit.

Danke!