Kommentare zur Situation

Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmende:

Gefühlt schon Jahre, real erst wenige Monate ist es her, dass INUKO zu einer Veranstaltung eingeladen hatte. Dann kam Corona – einer der größten Einschnitte in das Zusammenleben der Menschen seit den großen Kriegen. Wir haben gelernt, damit zu leben. Akzeptierten für eine Weile das Ende der Gesellschaft wie wir sie kannten. Nun sehen wir, wie weit Erkrankungs- und Hospitalisierungsraten unter dem Endzeitszenario liegen, das uns erzittern ließ. Zeit, nach vorne zu schauen, weiter zu gehen!

Daher freuen wir uns, Ihnen die erste Veranstaltung der Fast-schon-nach-Corona-Zeit ankündigen zu können. Am 19.09. werden wir mit einer zweistündigen, von der Expertin für Stresslösungen und Stresstherapie, Sandra Bickelmann, geführten Wanderung dorthin gehen, wo Abstände locker einzuhalten sind, wo keine Maske das Eindringen gesunder Luft behindert – in den Wald. „Waldbaden“ und „Nature Resilienz“ werden Thema sein.

Nach fast vier Monaten noch ein paar Worte zur aktuellen Situation: Auch wenn ich persönlich die politischen Auswüchse der Demonstrationen in Berlin verurteile, so habe ich für die friedlichen Demonstranten doch Verständnis. Selten lagen Maßnahmen und ihre zu Grunde liegenden Ursachen so weit auseinander wie bei der Covid-Pandemie. Selten wurde und wird von nahezu sämtlichen Medien derart unisono der gleiche Inhalt weitergegeben, werden Postulate keineswegs unabhängiger Institute wie die des RKI (als deutsche Bundesbehörde) dermaßen unreflektiert weitergegeben. Immer weiter klafft die Schere auseinander zwischen steigenden Infektionsraten (die zum alleinigen Maßstab des Handelns herangezogen werden) und den oben schon angesprochenen Hospitalisierungs- bzw. gar Beatmungsraten. Immer neue Schreckens-Szenarien werden ge- und erfunden – nun ist es die eventuelle Möglichkeit einer Zweitinfektion nach überstandener Corona-Erkankung, obwohl sämtliche Re-Infizierten während der zweiten Infektion leichtere oder keine Symptome zeigten (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116059/Nach-4-Berichten-zu-Re-Infektionen-Wie-lange-haelt-eine-Immunitaet-gegen-SARS-CoV-2-an). Wichtig scheint zu sein, dass der Schrecken bleibt. Das mag unter anderem auch daran liegen, dass möglichst exzessive Schreckensnachrichten den sie verbreitenden Medien die meisten Klicks, die größte Reichweite bringen.

Es geht nicht darum, die Existenz des Virus zu leugnen. Manche Stellungsnahmen sogenannter „Corona-Leugner“ lassen mich am Verstand der Betreffenden zweifeln. Nein, mir geht es um die schlichte Tatsache, dass es eine Grenze des Schutzes geben muss. Nicht jedes Risiko ist abwendbar, nicht jede Erkrankung vermeidbar. Wo werden die Grenzen sein, wenn die nächste Infektionswelle mit einem anderen Virus – und diese kommt mit absoluter Sicherheit – über die Welt zieht? Freiheit ohne Risiko gibt es nicht. Und wir müssen entscheiden: Wählen unsere Gesellschaften umfassenden Schutz, wählen sie gleichzeitig umfassende Unfreiheit. Dann aber sollten wir das ehrlich formulieren und dazu stehen – zum Ende der Gesellschaft, wie wir sie kannten.

Wir wollen einstweilen jedoch positiv in eine freie und gemeinsame Zukunft schauen und so verbleibe ich bis vielleicht am 19.09. mit Vertrauen und Zuversicht –

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 01.09.2020


 

Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmende:

Die Nebel lichten sich! Langsam wird klar, wie das Corona-Virus wirkt, wer wirklich gefährdet ist, wie die Vergleiche mit vergangenen Epi- oder Pandemien ausfallen. Aus den Nebelresten aber kommen neue Fragen: War und ist wirklich alles so einmalig? Gilt überhaupt noch der Notstand? Sind die tiefen Eingriffe in Grund- und Individualrechte gerechtfertigt? Hier ein paar Gedanken über die Jahre 2017/18, über dass endliche Leben und über die Schuld von Gesellschaften, für die ihre Bürger sühnen.

So langsam lichten sich die Nebel, kommen die Ursachen für Todesfälle ans Licht – auch durch unerschrockene Pathologen, die entgegen ursprünglicher offizieller Bedenken Obduktionen an mit Corona Verstorbenen wagten – und es wird die Ungeduld der Bevölkerung sichtbar, die sich mit vielen Einschränkungen und Anordnungen nicht oder nur mehr widerwillig abfinden mag.

Alles nur Gespenster?
Wer den Bogen spannt, muss dessen Grenzen kennen. Diese Grenzen des Zumutbaren geraten meiner Meinung nach sukzessive aus dem Blickwinkel. Wer nicht erklären kann, warum ein hypothetischer Wert wie „Infektionsrate“ den Stillstand der Gesellschaft rechtfertigt, hat ein Problem. Denn zwar werden fleißig „Infizierte“ gezählt, wirklich Erkrankte oder gar die viel beschworenen Intensivpatienten sucht man jedoch weitgehend vergeblich. Auch der Begriff der „Übersterblichkeit“ sollte geprüft werden. Vergleicht man beispielsweise die Sterbefallzahlen lt. Statistischem Bundesamt, fällt ein im Jahre 2017 nach oben ausreißender Wert auf – die Toten der Grippewelle 2017/18, die laut Deutscher Ärztezeitung mit 25.100 Todesfällen in Deutschland als die schlimmste Grippesaison seit 30 Jahren gilt. (Links https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html sowie https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/04-10-2019/mild-oder-schlimm-wie-war-die-letzte-grippesaison). DESTATIS gibt in seiner Mitteilung vom 8.05.2020 an, die Sterbefallzahlen der 15. Kalenderwoche lägen 18% über denen von 2017. Hierzu sollte aber auch erwähnt werden, dass der niedrige 2017er Wert dieser Woche aus der extrem hohen Sterblichkeit der Vorwochen resultiert. In der KW 15/2017 waren schlichtweg alle Risikopatienten bereits gestorben. Aus diesen Vergleichen eine Corona-bedingte Übersterblichkeit herauszulesen, bedarf schon eines gewissen Mutes.

Die Nebel lichten sich – aber wird die Sicht klarer?
Ich schrieb, die Nebel lichten sich. In der Tat tun sie dies – und vieles war nicht vorhersehbar. Dass erst jetzt Details der Erkrankung wie die Störung der Mikro-Blutzirkulation der Lungen ans Licht kommen und neue Therapien angeraten erscheinen lassen, ist niemandem vorzuwerfen. Dass die Hoffnungen auf Beatmungsgeräte falsch oder zumindest übertrieben waren – wer konnte dies ahnen? Nur stehen wir eben nicht erstmals vor einer solchen Herausforderung! Sicher: Jeder vermeidbare Todesfall ist einer zu viel! Aber eben sind nicht alle Todesfälle vermeidbar. Jegliche Epidemie, jegliche Pandemie verursacht Tote. Und das Risiko, an einer Infektion – sei es durch „normale“ Grippeviren oder durch das neue SARS-COVID19 Virus – zu sterben, steigt mit der Vorbelastung. Mir scheint, als käme es erst jetzt der Bevölkerung zu Bewusstsein, dass gestorben wird, dass es nicht gegen alles ein Medikament gibt. Selbst die relativ gut erforschten Grippeviren der Influenza A und B-Yamagata waren 2017/18 verhängnisvoll und die hierfür geschaffenen Impfungen verhinderten die erheblich gesteigerten Sterberaten offensichtlich nicht. Darauf gilt es aus dem Nebel heraus zu achten. Werden jetzt bei jeder neuen Infektionswelle alle gesellschaftlichen Interaktionen lahmgelegt? Sicher – im Ganzkörperkondom und ohne soziale Kontakte sinkt das Infektionsrisiko. Aber zu welchem Preis? Wie lange wird die Bevölkerung sich diesen Preis – und ich spreche hier nicht nur vom wirtschaftlichen – abringen lassen?

Das Phänomen New York
Kaum eine Großstadt wurde von der Pandemie so heimgesucht wie New York und mit gewissen Abstrichen die ganzen USA. Doch sei ein ketzerischer Gedanke erlaubt: Eine Bevölkerung, die – landesweit – eine „obesity-rate“ von 42,4% aufweist (https://www.cdc.gov/obesity/data/adult.html), also einen BMI von über 30 zeigt und somit als extrem fettleibig gilt, ist jeglicher Form zusätzlichen Risikos nahezu schutzlos ausgeliefert. Weiter gefasst bedeutet dies: Eine Gesellschaft, die fast die Hälfte ihrer Bevölkerung in einem solchen Gesundheitszustand belässt (völlig abgesehen von räumlicher Enge, mangelnder Hygiene, Drogen sowie einer extremen Wohndichte) und noch dazu ein nur in Rudimenten vorhandenes allgemeines Gesundheitsnetz aufweist, braucht sich über Verluste in Krisenzeiten nicht zu wundern. Hier sühnen Menschen mit ihrem Leben für die Versäumnisse ihrer Gesellschaft. Ähnliche Zusammenhänge lassen sich auch in anderen besonders betroffenen Ländern feststellen. Auch unter diesem Aspekt erklärt sich vermutlich das gute Abschneiden Deutschlands. Denn sowohl genießen wir ein allgemein zugängliches, gutes Gesundheitssystem, als auch befindet sich die Bevölkerung durchschnittlich in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Wer sagt Armageddon ab?
Ein spezielles Problem hingegen dürfte sich für die Verfechter einer Ganzkörperkondom-Vereinzelungs-Strategie stellen: Wer wird den Mut haben, Armageddon abzublasen? Denn sollte sich herausstellen, dass in den vergangenen Monaten ohne herausragende Notlage unsere Menschen in eine psychisch/wirtschaftliche Ausnahmesituation geschickt, Existenzen vernichtet und ganze Branchen zerstört wurden, wird der Unmut der Bevölkerung kaum zu bremsen sein und es werden Köpfe rollen – mit oder ohne Mund-/Nasenschutz. Wir sind gespannt!

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 11.05.2020


 

Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmer unserer Seminare:

In den vergangenen Tagen wurden wir häufig gefragt, warum wir unsere Mitglieder und unseren Freundeskreis nicht über die aktuelle Corona-Entwicklung informieren – zeitnah und vollständig. Diese Frage wollen wir hier beantworten:

Wie Sie, wie alle Menschen, sind auch wir besorgt und betroffen über die Entwicklungen, die das SARS-CoV-2 Virus ausgelöst hat. Unser aller Leben wurde bis hin in die kleinsten familiären Strukturen in nie dagewesenem Maße beeinflusst und verändert. Es mussten von politischer Seite Entscheidungen getroffen werden, die unsere Gesellschaft verändert haben und noch verändern werden. Viele davon haben zu beträchtlichen Einbußen an Einkommen, Lebensqualität und Lebensfreude geführt.

Dank der „sozialen Medien“ überbieten sich nun echte oder selbsternannte Experten darin, ihr in vielen Fällen erst aus dem Internet erworbenes sogenanntes Fachwissen unter die Menschen zu bringen. Von Horror- bis zu Beschwichtigungs-Szenarien, von Schuldzuweisungen, Verdächtigungen bis zu absurden Therapievorschlägen ist alles zu finden. Wir von INUKO möchten uns an dieser Art Kommunikation nicht beteiligen. Wir wissen, dass jegliche Entscheidung im Umfeld einer Pandemie einem Stochern im Nebel gleicht. Das bezieht sich auf intensivmedizinische Therapieformen genauso wie auf die Frage, wie die Gesellschaft, wie der einzelne Mensch sich schützen kann.

Deutschland hat im internationalen Vergleich eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme, getragen von Experten, die im weltweiten Austausch mit Virologen- und Epidemiologen das Beste für uns und unsere Gesellschaft in die Wege leiten werden. Entscheidungen, auch unangenehme, mussten und müssen getroffen werden. Mag sein, dass sich im Rückblick Teile dieser Entscheidungen als unnötig oder gar falsch herausstellen werden. Doch wird sich vieles davon auch als richtig und notwendig erweisen. Insofern wollen wir hiermit zu Vertrauen aufrufen und dazu, die getroffenen Entscheidungen mit zu tragen. Zwar hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung, aber auch die Pflicht, sich dem Wohl des Ganzen nicht zu widersetzen.

Wozu wir aber auch aufrufen, ist die unbedingte Einhaltung rechtsstaatlicher Normen. Sämtliche jetzt angeordnete Eingriffe in Privatsphäre und Freiheitsrechte müssen sofort nach Wegfall der Bedrohung rückgängig gemacht werden. Sämtliche die Bürgerrechte einschränkende Maßnahmen wie Handy-Tracking oder die Aufhebung der Versammlungsfreiheit müssen ständig und vor allem in der Rückschau auf Recht- und Verhältnismäßigkeit überprüft werden. Selbst unter den jetzigen Umständen muss freie Meinungsäußerung erlaubt bleiben. Weder dürfen „Widerspenstige“ in eine Psychiatrie verbracht, noch nach Belieben missliebige Internet-, Facebook oder andere Seiten gelöscht werden. Eine Gefahr für das Allgemeinwohl geht von vereinzelter Unbotmäßigkeit nicht aus.

Lassen Sie uns an den Werten Freiheit und Würde festhalten. Lassen Sie uns diese Werte täglich verantwortungsvoll leben. Lassen Sie uns Besserwissern, Verschwörungstheroretikern und selbsternannten Experten widerstehen und uns mit Zuversicht auf ein Ende der Maßnahmen freuen. Lassen Sie uns die Liebe neu entdecken zum Nächsten, zu unseren Familien, zu unserem Land. Dann sehen wir uns bald wieder – gesund und bereichert um die Erkenntnis, wie wertvoll Freiheit, Gesundheit, Glaube und Leben doch sind.

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 09.04.2020