Löst die Politik eine Rezession aus?

Aus einer anderen Perspektive auf Entwicklungen zu schauen, kann sich lohnen. Deshalb hier ein Textauszug aus einem Infobrief eines bekannten Finanzmarktanalysten – Henrik Voigt:

Lieber Leser,

ich bin absolut entsetzt, mit welcher Penetranz die Corona-Politik in die falsche Richtung rennt. Viel zu lange hat man sich vorrangig auf Impfstoffe verlassen. Im Frühherbst hätte klar sein müssen, dass diese gegen die nicht mehr existente Wuhan-Variante entwickelten Impfstoffe nicht das halten, was sich die Politik davon versprochen hatte.

Aber anstatt über einen Strategiewechsel (etwa in Richtung einer Stärkung des Gesundheitswesens) nachzudenken, fährt man lieber eine entsetzliche Kampagne aus Angstmache, Diskriminierung und der Suche nach Sündenböcken. Nur die Politik ist nie selbst verantwortlich für irgendwas. Etwa für den Abbau von rund 5000 Intensivbetten seit der Inkraftsetzung des „Krankenhausfinanzierungsgesetzes“ im November 2020. Ich kann es nicht mehr hören!

Wie Angst-Parolen jetzt Konsum und Wachstum zerstören könnten

Ich fürchte nur, die Politik ahnt nicht einmal, welchen irreparablen Schaden sie gerade an Wirtschaft und Gesellschaft anrichtet. In einer westlichen Volkswirtschaft werden Wachstum und Steuereinnahmen durch Konsum und Investitionen erzeugt.

Wenn die Politik die Menschen allerdings mit verantwortungslosen Angst-Botschaften bombardiert („Geimpft, genesen oder gestorben“), bricht der Konsum ein. Wenn zusätzlich die Planungssicherheit für die Unternehmen entzogen wird, weil es ständig abrupte Politikwechsel und starke Geschäftsbehinderungen gibt, verschwinden auch die Investitionen.

Und es ist ja nicht gerade so, dass wir auf Konsum oder Investitionen in ohnehin schon belastenden Zeiten von Mangelwirtschaft, Energiekrise und Stark-Inflation verzichten könnten…….

Eine interessante Einschätzung, die sich einmal nicht mit der Frage beschäftigt, wieviel „g“ denn nun angemessen wären und ob es nicht noch eines mehr sein dürfte.

Es handelt sich hier um eine Expertenmeinung, die nicht notwendigerweise mit der Meinung des V.i.S.d.P. übereinstimmen muss.