Kommentare zur Situation

Warum immer nur die gleichen Meinungen?

Betrachtet man die Programme der öffentlich-rechtlichen Medien, fällt eine seltsame Gleichförmigkeit dem Thema Corona, Corona-Impfungen und Gefahreneinschätzung gegenüber auf.

In den allgegenwärtigen Talkshows kommen nahezu ausschließlich Befürworter der 1.,2.,3.,xx. Impfung, angsterfüllte Virologen und Vertreter staatlicher Überwachung und Eingriffe zu Wort. Wo sind die kritischen Meinungen? Wo die Statements pro Freiheit und Grundrechte? Alles Aluhutträger, Rechtsradikale und Querulanten?

Zu dieser Fragestellung lief mir dieser Artikel hier unten (Link anklicken) über den täglichen Schreibtischweg – ich finde, er ist lesenswert. Wer sich die Mühe macht, auch die angeführten Verlinkungen nachzuverfolgen, wird stellenweise blass um die geimpfte Nase. Und ach ja: Die Erkältungen sind zurück – und wie! Kein Wunder, sind doch dank Hygienemassnahmen und Lockdowns die körpereigenen Immunsysteme vor allem der Kinder im Tiefschlaf. Aber keine Sorge, dagegen wird es sicher bald schon die nächste Impfung geben!

https://multipolar-magazin.de/artikel/ich-kann-nicht-mehr

Viel „Vergnügen“ beim Lesen wünscht
Ihr
Carl Plathner
07.10.21

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Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmer unserer Seminare:

Wir haben lange nichts zur aktuellen Corona-Situation geschrieben. Wozu auch? Jegliche von der „Wahrheit“ abweichende Meinung wurde und wird als grenzwertig, unwissenschaftlich, gefährlich oder gar gemeinwohl-gefährdend eingestuft. Selbst ausgewiesenen Experten wird der Zugang zu Massenmedien verwehrt, wozu also kommentieren?

Trotzdem will ich an dieser Stelle auf eine wichtige Korrelation hinweisen – auf den Zusammenhang zwischen Sicherheit und Freiheit. Wieviel Freiheit geben wir auf für welchen Prozentsatz an zusätzlicher Sicherheit? Wie weit wollen wir jenes Gebilde abbauen, das wir einst als großen sozialen Fortschritt priesen – die Solidargemeinschaft? Ist unsolidarisch, wer sich nicht impfen lässt? Warum ist er dies, wo doch das Gegenüber durch die durch Vaccination erworbene Immunität keine oder nur eine leichte Erkrankung zu befürchten hat. Ist der Nicht-Geimpfte unsolidarisch, weil er durch seine eventuelle Erkrankung – und damit einhergehend durch eine finanzielle und personelle Belastung des in den vergangenen Jahren kostenreduzierten Gesundheitssystems – die Solidargemeinschaft aller Versicherten belastet?

Wer ist un-solidarisch?
Was ist dann mit jenen Extremsportlern, die täglich nach Feierabend Kopf und Kragen riskieren? Beim Downhill-biking, beim Paragliding, beim Motorradfahren, Fliegen, Freeclimben und wie die adrenalin-pushenden Sportarten alle heißen. Sind nicht auch sie „unsolidarisch“? Was ist mit den Rauchern, den Übergewichtigen, den Bewegungsmuffeln, den Drogen- und Alkoholkonsumenten? Sperren wir auch diese zukünftig aus? R
eduzieren wir den individuellen Spielraum der Lebensgestaltung immer weiter? Wie weit? Wer grenzt ab?

Mich wundert
mit welch laxer Nonchalance die Parteien dieses Thema behandeln. Es lohnt sich, beim Studium der Parteiprogramme darauf zu achten, welchen Stellenwert sie der individuellen Freiheit zumessen. Erinnern wir uns: Für diese Freiheit gingen in den vergangenen Jahrhunderten Hunderttausende auf die Strassen, auf Barrikaden. Viele gaben ihr Leben dafür. Werden wir ihnen gerecht mit einer successiven Einhegung von Freiheit, Eigenverantwortung und Gestaltungsspielraum?

Wie Sie sehen – heute mehr Fragen als Standpunkte.
Diese Fragen aber müssen gestellt werden – besser zu früh als zu spät.

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 16.09.2021

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Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmer unserer Seminare:

Zuerst einmal wünschen wir Ihnen von Herzen alles Gute für dieses Neue Jahr. Selten wohl wurde ein Jahreswechsel so herbeigesehnt, selten in unseren verwöhnten Friedenszeiten war er verbunden mit so vielen Hoffnungen auf Besserung und Erleichterung. Hoffen wir, dass diese Hoffnungen sich erfüllen. Es sind viele Monate vergangen, seit wir voneinander hörten. Wie immer wollen wir uns genau überlegen, was wir schreiben. Denn es wird so viel mitgeteilt, die Flut der Informationen – vor allem fachspezifischer Art – überrollt uns, hält uns in einem Gitternetz aus Sorgen und Ängsten gefangen, zieht uns mit Macht in einen Strudel, aus dem zu entkommen nicht so einfach ist. Daher diese Worte, diese Schreiben, das einerseits Mut machen will, andererseits die nackten Tatsachen aufzeigt, jenseits jedweder Schreierei und Panik. Wollen wir damit beschönigen, leugnen, wegreden? Nein! Wir wollen Ihnen aufzeigen, dass es jenseits der Schlagzeilen der sogenannten „Leitmedien“ eine Realität gibt, die wir berücksichtigen sollten.

Der folgende Abschnitt fordert ein wenig Geduld. Kommen Sie mit mir mit in einen kleinen Zahlenzoo. Darin tummeln sich Sterbezahlen der vergangenen Jahre. Denn klar ist: Menschen sterben. Doch tun sie dies aktuell vermehrt, analog zu einer vermeintlichen Seuche? Ist der Ausnahmezustand gerechtfertigt, mit dem das Land regiert wird und unter dem wir alle leiden? Schauen wir uns die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes an (Zahlen bis einschließlich Kalenderwoche 51, also etwa Mitte Dezember) und vergleichen sie mit den Durchschnittswerten der Jahre 2016, 2017, 2018 und 2019, natürlich ebenfalls KW 01 bis 51.

Personengruppe unter 30 Jahre:
2016: 7.959
2017: 7.539
2018: 7.662
2019:
7.389
2020:
7.034

Mittelwert 2016 – 2019 = 7.637
2020 Differenz zu Mittelwert = verringerte Sterbezahl minus 7,89 Prozent

Personengruppe 30 – 60 Jahre:
2016: 82.025
2017: 79.755
2018: 80.524
2019: 77.402
2020: 77.358

Mittelwert 2016 – 2019 = 79.927
2020er Differenz zum Mittelwert = verringerte Sterbezahl
minus 3,21 Prozent

Personengruppe 60 – 80 Jahre:
2016: 317.034
2017: 317.842
2018: 321.129
2019: 310.755
2020: 308.200

Mittelwert 2016 – 2019 = 316.690
2020er Differenz zum Mittelwert = verringerte Sterbezahl
minus 2,68 Prozent

Personengruppe über 80 Jahre:
2016: 479.547
2017: 505.563
2018: 525.026
2019: 523.022
2020: 553.934

Mittelwert 2016 – 2019 = 508.290
2020er Differenz zum Mittelwert = erhöhte Sterbezahl
plus 8,98 Prozent

Manchmal ist eine Grafik anschaulicher. Daher hier ein Balkendiagramm, das leider im Bereich der bis 30jährigen auf Grund der geringen Fallzahlen kaum aussagekräftig.

 

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html

Es sterben also in unseren Pandemiezeiten AUSSCHLIESSLICH mehr Menschen einer eng begrenzten Risikogruppe, jener nämlich über 80 Jahre. Dies ist zum Einen sicher ein Hinweis auf ein eklatantes Versagen, was den Schutz der entsprechenden Altersgruppe betrifft, zum anderen lässt die Aufstellung aber durchaus Zweifel zu, in wieweit die flächendeckenden, viele Grundrecht außer Kraft setzenden Einhegungsmass-nahmen gegen die Pandemie vor allem im aktuellen, die gesamte Bevölkerung betreffenden Umfang berechtigt sind.

Ein näherer Blick auf die Todesfälle des Jahres 2020 in Abhängigkeit vom Alter verstärkt hier meine Zweifel:

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/#professional
Blau sind hier die männlichen, schwarz die weiblichen Verstorbenen.

Es sterben also in weit überwiegendem Maße alte Menschen, unter ihnen viele ein- oder mehrfach Vorerkrankte. Besonders gefährdet dürften hierbei vor allem jene Menschen in Alten- und Pflegeheimen sein (Berichten zu Folge etwa zwei Drittel aller an oder mit Covid-19 Verstorbenen entstammen solchen Heimen). Es stellt sich nicht nur für den unbedarften Betrachter die Frage, warum nicht schon wesentlich früher mit einem konsequenten Schutz dieser Risikogruppe begonnen wurde. Schutzkleidung, Masken, Desinfektionsmittel, ein psychologischer Notfallplan gegen Vereinsamung? Fehlanzeige! Tübingen macht es unter dem bei seinen Parteigenossen so unbeliebten aber fähigen Oberbürgermeister Boris Palmer vor, wie ein Schutzkonzept für diese Risikogruppe funktionieren kann. Hier versagt zu haben, dürfte eine des schwerwiegendsten Versäumnisse aktueller Gesundheitspolitik sein.

Leben ist mehr als physische Existenz
Die Coronapolitik unserer Regierung wird weitgehend von medizinischen Experten bestimmt. Hierunter in großer Mehrheit Virologen und Seuchenexperten. Die Einfachheit, mit der hier die menschliche Existenz auf das bloße physische Existieren heruntergebrochen wird, erschreckt mich. Wie ich finde mit Recht spricht Heribert Prantl in seiner Kolumne in der Süddeutschen Zeitung von einer „Brutalen Phantasielosigkeit“. Martin Wehrle spricht in seiner Videokolumne sogar davon, dass Corona tödlich verlaufen kann, selbst wenn man sich nicht infiziert hat. In der Tat werden die Nebeneffekte der staatlich verordneten Maßnahmen weitgehend ignoriert. Isolation, Vereinsamung, Gewalt in Familien, Wut, Depressionen, Ängste vor Job- und Existenzverlust, Suizide – all dies wird dem gnadenlosen Anspruch auf physische Existenz untergeordnet.

Das Leiden der Erkrankten soll hier nicht kleingeredet oder -geschrieben werden. Mit gleichem Recht jedoch haben all die Nicht-Infizierten, aber leidenden Menschen ein Recht, gehört und in einen politischen Handlungsrahmen aufgenommen zu werden. Das menschliche Leben besteht eben aus mehr als aus bloßer physischer Existenz. Wie schon angesprochen, gab und gäbe es Möglichkeiten, besonders betroffene Risikogruppen zu schützen. Wenn jedoch dem Personal von Alten- und Pflegeheimen bis vor Kurzem weder Schutzkleidung, noch FFP-2 Masken, noch Überschuhe zur Verfügung standen, wenn statt Risikogruppen zu schützen der Aufenthalt in winterlicher Frischluft für Familien untersagt und unterbunden wird, dann frage ich mich schon, welcher Geist in die Entscheider gefahren ist.

Wie hilft denn das Schließen von Schulen und Kindergärten, diese hochbetagte Risikogruppen besser zu schützen? Geschäfte oder Fitness-Studios, Restaurants und Hotels? Trugen sie zur Verbreitung bei? Niemand behauptet das heute noch allen Ernstes. Wie schützt eine Ausgangssperre ab 20 Uhr in Baden-Württemberg oder ab 21 Uhr in Bayern die Menschen über 80? Oder meinetwegen über 65? Überhaupt nicht! Also warum diese Alibiaktionen, dieses blinde Stochern im Nebel? Wobei es ja gar kein Stochern mehr ist – über gewisse Abläufe und vor allem über eben diesen Nicht-Schutz der Hauptbetroffenen durch die beschlossenen Maßnahmen ist man sich ja längst im Klaren. Warum wird an Stellen diszipliniert , an welchen es überhaupt keinen Sinn macht?

Die geradezu manische Fixierung auf Impfstoffe mag uns als Strohhalm im Meer der Stürme erscheinen. Bei genauerer Betrachtung aber ist dieser Sturm eventuell für die große Mehrzahl der Menschen weit überschaubarer, als es uns in der See der Meldungen erscheinen mag. Und auch die Mutation xyz123 ist ein zu erwartender Effekt. Es ist nichts als das, was jedes Virus macht: Sich im Laufe seiner Evolution nämlich zu einer zwar infektiöseren, aber geringer bis nicht-tödlichen Variante zu entwickeln. Denn Viren, welche ihre Träger töten, sind Sackgassen der Entwicklung. Eine reine Ansteckungsfähigkeit sagt nachgerade gar nichts aus über die Gefährlichkeit des Erregers. Meines Erachtens ist ein höchste Zeit, die Politik vom Primat der Virologen zu befreien und sie zurückzuführen zur Erkenntnis, dass jedwedes Leben endlich ist, dass der Staat seinen Bürgern nicht jegliches Lebensrisiko abnehmen kann und vor allem – dass dieses Virus kein Killer ist.

Dass die Sterbezahlen – so unschön sich das anhören mag – für die Lebenden ein Grund zur Zuversicht sein sollten. Hier sind unsere Medien in der Pflicht, die sich vor allem in ihren elektronischen Varianten mit Schreckensmeldungen überbieten. Kein Schelm, der hierbei im Auge behält, dass der Profit jeder Online-Seiten von den erhaltenen Klicks abhängt, also von ihren Aufrufen. Je härter die Headline, desto lauter klingelt die Kasse! Und je dramatischer der Aufmacher, umso mehr Leser hoffen diese Menschenfänger einzusammeln.

Der Verweis auf das Drama in den USA
Immer wieder wird mir dramatischen Bildern und Berichten auf die katastrophale Überlastung der Krankenhäuser in den USA Stimmung gemacht. Es lohnt also ein Blick auf die Anzahl von Krankenhausbetten in den OECD-Ländern (Jahre 2015 bis 2018 – aktuellere konnte ich nicht erhalten). Diese Grafik ist lang – aus einem guten Grund: Suchen Sie bitte die USA! Jawohl – das ist ganz da unten der vorletzte Balken! Also etwa gleichauf mit Staaten wie Neuseeland, Spanien oder der Türkei. Selbst die kleinen Baltischen Staaten bieten ihrer Bevölkerung eine dichtere Abdeckung mit Krankenhausbetten als die USA. Es ist eine nachgerade fast schön üble Absicht, die Lage in den USA mit der Lage in Zentraleuropa zu vergleichen!

Hinzu kommt der geradezu elende Gesundheitszustand der US-amerikanischen Bevölkerung, über den ich mich schon in einem der vorigen Schreiben ausgelassen habe. Kein Wunder, dass sich vor den wenigen Hospitälern (und hier muss man noch zwischen den öffentlichen und den vielen Privatkliniken unterscheiden) Schlangen von Rettungswagen bilden. Deutschland liegt hier – übrigens noch hinter Russland – auf Platz vier, was je nach Standpunkt als gut oder seltsam eingeschätzt werden mag.

Quelle:https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77168/umfrage/anzahl-von-krankenhausbetten-in-oecd-laendern/

Die Perspektive des Virus‘
Ein Forscherteam um Jennie Lavine von der Emory University in Atlanta kam in einer Reihe von Modellrechnungen zur künftigen Entwicklung von Sars-CoV-2 zu interessanten und letztlich auch etwas beruhigenden Schlüssen.(https://science.sciencemag.org/content/early/2021/01/11/science.abe6522)
Aufgrund ihrer Ergebnisse gehen die Forschenden davon aus, dass sich auch Sars-CoV-2 zu einem endemischen Erreger, also einem, der dann nur noch in bestimmten Regionen auftritt, entwickeln wird. Und der – ein interessanter Schluss – vermutlich seine Zielgruppe in Richtung Kinder und Jugendliche verändern wird, ohne diesen nennenswerten Schaden zuzufügen.

So, nun aber genug der Zahlenspiele!
Danke, dass Sie mit mir diesen Exkurs in die trockenen Zahlen der Statistikwelt unternommen haben. Bleiben Sie gesund und guten Mutes. Gehen Sie an die frische Luft (ohne Maske), stärken Sie Ihr Immunsystem durch vollwertiges Essen und vitaminreiche Ernährung. Kommunizieren Sie mit Freunden, beten oder meditieren Sie, reduzieren Sie (ich weiß, leicht gesagt) Ihren Alltagsstress und vor allem: HABEN SIE MUT!

Wenn Sie sich den Schritt zur Corona-Impfung überlegen, gehen Sie hin, lassen Sie sich impfen! Bisher gibt es kaum Berichte über wirklich relevante Nebenwirkungen. Ob das Bremborium darum einer echten Notwendigkeit entspringt, kann Ihnen niemand verlässlich sagen. Aber sicher ist sicher!

Lohnweiler, 17.01.2021
Carl Plathner für INUKO

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Gefühlt schon Jahre, real erst wenige Monate ist es her, dass INUKO zu einer Veranstaltung eingeladen hatte. Dann kam Corona – einer der größten Einschnitte in das Zusammenleben der Menschen seit den großen Kriegen. Wir haben gelernt, damit zu leben. Akzeptierten für eine Weile das Ende der Gesellschaft wie wir sie kannten. Nun sehen wir, wie weit Erkrankungs- und Hospitalisierungsraten unter dem Endzeitszenario liegen, das uns erzittern ließ. Zeit, nach vorne zu schauen, weiter zu gehen!

Daher freuen wir uns, Ihnen die erste Veranstaltung der Fast-schon-nach-Corona-Zeit ankündigen zu können. Am 19.09. werden wir mit einer zweistündigen, von der Expertin für Stresslösungen und Stresstherapie, Sandra Bickelmann, geführten Wanderung dorthin gehen, wo Abstände locker einzuhalten sind, wo keine Maske das Eindringen gesunder Luft behindert – in den Wald. „Waldbaden“ und „Nature Resilienz“ werden Thema sein.

Nach fast vier Monaten noch ein paar Worte zur aktuellen Situation: Auch wenn ich persönlich die politischen Auswüchse der Demonstrationen in Berlin verurteile, so habe ich für die friedlichen Demonstranten doch Verständnis. Selten lagen Maßnahmen und ihre zu Grunde liegenden Ursachen so weit auseinander wie bei der Covid-Pandemie. Selten wurde und wird von nahezu sämtlichen Medien derart unisono der gleiche Inhalt weitergegeben, werden Postulate keineswegs unabhängiger Institute wie die des RKI (als deutsche Bundesbehörde) dermaßen unreflektiert weitergegeben. Immer weiter klafft die Schere auseinander zwischen steigenden Infektionsraten (die zum alleinigen Maßstab des Handelns herangezogen werden) und den oben schon angesprochenen Hospitalisierungs- bzw. gar Beatmungsraten. Immer neue Schreckens-Szenarien werden ge- und erfunden – nun ist es die eventuelle Möglichkeit einer Zweitinfektion nach überstandener Corona-Erkankung, obwohl sämtliche Re-Infizierten während der zweiten Infektion leichtere oder keine Symptome zeigten (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116059/Nach-4-Berichten-zu-Re-Infektionen-Wie-lange-haelt-eine-Immunitaet-gegen-SARS-CoV-2-an). Wichtig scheint zu sein, dass der Schrecken bleibt. Das mag unter anderem auch daran liegen, dass möglichst exzessive Schreckensnachrichten den sie verbreitenden Medien die meisten Klicks, die größte Reichweite bringen.

Es geht nicht darum, die Existenz des Virus zu leugnen. Manche Stellungsnahmen sogenannter „Corona-Leugner“ lassen mich am Verstand der Betreffenden zweifeln. Nein, mir geht es um die schlichte Tatsache, dass es eine Grenze des Schutzes geben muss. Nicht jedes Risiko ist abwendbar, nicht jede Erkrankung vermeidbar. Wo werden die Grenzen sein, wenn die nächste Infektionswelle mit einem anderen Virus – und diese kommt mit absoluter Sicherheit – über die Welt zieht? Freiheit ohne Risiko gibt es nicht. Und wir müssen entscheiden: Wählen unsere Gesellschaften umfassenden Schutz, wählen sie gleichzeitig umfassende Unfreiheit. Dann aber sollten wir das ehrlich formulieren und dazu stehen – zum Ende der Gesellschaft, wie wir sie kannten.

Wir wollen einstweilen jedoch positiv in eine freie und gemeinsame Zukunft schauen und so verbleibe ich bis vielleicht am 19.09. mit Vertrauen und Zuversicht –

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 01.09.2020


 

Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmende:

Die Nebel lichten sich! Langsam wird klar, wie das Corona-Virus wirkt, wer wirklich gefährdet ist, wie die Vergleiche mit vergangenen Epi- oder Pandemien ausfallen. Aus den Nebelresten aber kommen neue Fragen: War und ist wirklich alles so einmalig? Gilt überhaupt noch der Notstand? Sind die tiefen Eingriffe in Grund- und Individualrechte gerechtfertigt? Hier ein paar Gedanken über die Jahre 2017/18, über dass endliche Leben und über die Schuld von Gesellschaften, für die ihre Bürger sühnen.

So langsam lichten sich die Nebel, kommen die Ursachen für Todesfälle ans Licht – auch durch unerschrockene Pathologen, die entgegen ursprünglicher offizieller Bedenken Obduktionen an mit Corona Verstorbenen wagten – und es wird die Ungeduld der Bevölkerung sichtbar, die sich mit vielen Einschränkungen und Anordnungen nicht oder nur mehr widerwillig abfinden mag.

Alles nur Gespenster?
Wer den Bogen spannt, muss dessen Grenzen kennen. Diese Grenzen des Zumutbaren geraten meiner Meinung nach sukzessive aus dem Blickwinkel. Wer nicht erklären kann, warum ein hypothetischer Wert wie „Infektionsrate“ den Stillstand der Gesellschaft rechtfertigt, hat ein Problem. Denn zwar werden fleißig „Infizierte“ gezählt, wirklich Erkrankte oder gar die viel beschworenen Intensivpatienten sucht man jedoch weitgehend vergeblich. Auch der Begriff der „Übersterblichkeit“ sollte geprüft werden. Vergleicht man beispielsweise die Sterbefallzahlen lt. Statistischem Bundesamt, fällt ein im Jahre 2017 nach oben ausreißender Wert auf – die Toten der Grippewelle 2017/18, die laut Deutscher Ärztezeitung mit 25.100 Todesfällen in Deutschland als die schlimmste Grippesaison seit 30 Jahren gilt. (Links https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html sowie https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/04-10-2019/mild-oder-schlimm-wie-war-die-letzte-grippesaison). DESTATIS gibt in seiner Mitteilung vom 8.05.2020 an, die Sterbefallzahlen der 15. Kalenderwoche lägen 18% über denen von 2017. Hierzu sollte aber auch erwähnt werden, dass der niedrige 2017er Wert dieser Woche aus der extrem hohen Sterblichkeit der Vorwochen resultiert. In der KW 15/2017 waren schlichtweg alle Risikopatienten bereits gestorben. Aus diesen Vergleichen eine Corona-bedingte Übersterblichkeit herauszulesen, bedarf schon eines gewissen Mutes.

Die Nebel lichten sich – aber wird die Sicht klarer?
Ich schrieb, die Nebel lichten sich. In der Tat tun sie dies – und vieles war nicht vorhersehbar. Dass erst jetzt Details der Erkrankung wie die Störung der Mikro-Blutzirkulation der Lungen ans Licht kommen und neue Therapien angeraten erscheinen lassen, ist niemandem vorzuwerfen. Dass die Hoffnungen auf Beatmungsgeräte falsch oder zumindest übertrieben waren – wer konnte dies ahnen? Nur stehen wir eben nicht erstmals vor einer solchen Herausforderung! Sicher: Jeder vermeidbare Todesfall ist einer zu viel! Aber eben sind nicht alle Todesfälle vermeidbar. Jegliche Epidemie, jegliche Pandemie verursacht Tote. Und das Risiko, an einer Infektion – sei es durch „normale“ Grippeviren oder durch das neue SARS-COVID19 Virus – zu sterben, steigt mit der Vorbelastung. Mir scheint, als käme es erst jetzt der Bevölkerung zu Bewusstsein, dass gestorben wird, dass es nicht gegen alles ein Medikament gibt. Selbst die relativ gut erforschten Grippeviren der Influenza A und B-Yamagata waren 2017/18 verhängnisvoll und die hierfür geschaffenen Impfungen verhinderten die erheblich gesteigerten Sterberaten offensichtlich nicht. Darauf gilt es aus dem Nebel heraus zu achten. Werden jetzt bei jeder neuen Infektionswelle alle gesellschaftlichen Interaktionen lahmgelegt? Sicher – im Ganzkörperkondom und ohne soziale Kontakte sinkt das Infektionsrisiko. Aber zu welchem Preis? Wie lange wird die Bevölkerung sich diesen Preis – und ich spreche hier nicht nur vom wirtschaftlichen – abringen lassen?

Das Phänomen New York
Kaum eine Großstadt wurde von der Pandemie so heimgesucht wie New York und mit gewissen Abstrichen die ganzen USA. Doch sei ein ketzerischer Gedanke erlaubt: Eine Bevölkerung, die – landesweit – eine „obesity-rate“ von 42,4% aufweist (https://www.cdc.gov/obesity/data/adult.html), also einen BMI von über 30 zeigt und somit als extrem fettleibig gilt, ist jeglicher Form zusätzlichen Risikos nahezu schutzlos ausgeliefert. Weiter gefasst bedeutet dies: Eine Gesellschaft, die fast die Hälfte ihrer Bevölkerung in einem solchen Gesundheitszustand belässt (völlig abgesehen von räumlicher Enge, mangelnder Hygiene, Drogen sowie einer extremen Wohndichte) und noch dazu ein nur in Rudimenten vorhandenes allgemeines Gesundheitsnetz aufweist, braucht sich über Verluste in Krisenzeiten nicht zu wundern. Hier sühnen Menschen mit ihrem Leben für die Versäumnisse ihrer Gesellschaft. Ähnliche Zusammenhänge lassen sich auch in anderen besonders betroffenen Ländern feststellen. Auch unter diesem Aspekt erklärt sich vermutlich das gute Abschneiden Deutschlands. Denn sowohl genießen wir ein allgemein zugängliches, gutes Gesundheitssystem, als auch befindet sich die Bevölkerung durchschnittlich in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Wer sagt Armageddon ab?
Ein spezielles Problem hingegen dürfte sich für die Verfechter einer Ganzkörperkondom-Vereinzelungs-Strategie stellen: Wer wird den Mut haben, Armageddon abzublasen? Denn sollte sich herausstellen, dass in den vergangenen Monaten ohne herausragende Notlage unsere Menschen in eine psychisch/wirtschaftliche Ausnahmesituation geschickt, Existenzen vernichtet und ganze Branchen zerstört wurden, wird der Unmut der Bevölkerung kaum zu bremsen sein und es werden Köpfe rollen – mit oder ohne Mund-/Nasenschutz. Wir sind gespannt!

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 11.05.2020


 

Liebe Freunde, Interessierte, Teilnehmer unserer Seminare:

In den vergangenen Tagen wurden wir häufig gefragt, warum wir unsere Mitglieder und unseren Freundeskreis nicht über die aktuelle Corona-Entwicklung informieren – zeitnah und vollständig. Diese Frage wollen wir hier beantworten:

Wie Sie, wie alle Menschen, sind auch wir besorgt und betroffen über die Entwicklungen, die das SARS-CoV-2 Virus ausgelöst hat. Unser aller Leben wurde bis hin in die kleinsten familiären Strukturen in nie dagewesenem Maße beeinflusst und verändert. Es mussten von politischer Seite Entscheidungen getroffen werden, die unsere Gesellschaft verändert haben und noch verändern werden. Viele davon haben zu beträchtlichen Einbußen an Einkommen, Lebensqualität und Lebensfreude geführt.

Dank der „sozialen Medien“ überbieten sich nun echte oder selbsternannte Experten darin, ihr in vielen Fällen erst aus dem Internet erworbenes sogenanntes Fachwissen unter die Menschen zu bringen. Von Horror- bis zu Beschwichtigungs-Szenarien, von Schuldzuweisungen, Verdächtigungen bis zu absurden Therapievorschlägen ist alles zu finden. Wir von INUKO möchten uns an dieser Art Kommunikation nicht beteiligen. Wir wissen, dass jegliche Entscheidung im Umfeld einer Pandemie einem Stochern im Nebel gleicht. Das bezieht sich auf intensivmedizinische Therapieformen genauso wie auf die Frage, wie die Gesellschaft, wie der einzelne Mensch sich schützen kann.

Deutschland hat im internationalen Vergleich eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme, getragen von Experten, die im weltweiten Austausch mit Virologen- und Epidemiologen das Beste für uns und unsere Gesellschaft in die Wege leiten werden. Entscheidungen, auch unangenehme, mussten und müssen getroffen werden. Mag sein, dass sich im Rückblick Teile dieser Entscheidungen als unnötig oder gar falsch herausstellen werden. Doch wird sich vieles davon auch als richtig und notwendig erweisen. Insofern wollen wir hiermit zu Vertrauen aufrufen und dazu, die getroffenen Entscheidungen mit zu tragen. Zwar hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung, aber auch die Pflicht, sich dem Wohl des Ganzen nicht zu widersetzen.

Wozu wir aber auch aufrufen, ist die unbedingte Einhaltung rechtsstaatlicher Normen. Sämtliche jetzt angeordnete Eingriffe in Privatsphäre und Freiheitsrechte müssen sofort nach Wegfall der Bedrohung rückgängig gemacht werden. Sämtliche die Bürgerrechte einschränkende Maßnahmen wie Handy-Tracking oder die Aufhebung der Versammlungsfreiheit müssen ständig und vor allem in der Rückschau auf Recht- und Verhältnismäßigkeit überprüft werden. Selbst unter den jetzigen Umständen muss freie Meinungsäußerung erlaubt bleiben. Weder dürfen „Widerspenstige“ in eine Psychiatrie verbracht, noch nach Belieben missliebige Internet-, Facebook oder andere Seiten gelöscht werden. Eine Gefahr für das Allgemeinwohl geht von vereinzelter Unbotmäßigkeit nicht aus.

Lassen Sie uns an den Werten Freiheit und Würde festhalten. Lassen Sie uns diese Werte täglich verantwortungsvoll leben. Lassen Sie uns Besserwissern, Verschwörungstheroretikern und selbsternannten Experten widerstehen und uns mit Zuversicht auf ein Ende der Maßnahmen freuen. Lassen Sie uns die Liebe neu entdecken zum Nächsten, zu unseren Familien, zu unserem Land. Dann sehen wir uns bald wieder – gesund und bereichert um die Erkenntnis, wie wertvoll Freiheit, Gesundheit, Glaube und Leben doch sind.

Ihr Carl Plathner für INUKO
am 09.04.2020